Antauchen 2008

Nachdem wir im letzten Jahr schon öfter in der Gegend um Kehl in den Baggerseen tauchen waren und die Flora und Fauna dort um Längen interessanter waren als in Luxemburg, wurde für dieses Jahr das Antauchen dorthin verlegt. Aufgrund der etwas längeren Fahrtzeit von ca. 3 Stunden wurde angeregt, über mehrere Tage zu fahren und so trafen sich Güni, Ralph, Christian, Audrey, Hans, Andrea, Pascal und Klein-Cathy am Pfingstsamstag um 9:30 bei strahlendem Sonnenschein am Nordbad, um die Reise in ein gemütliches verlängertes Tauchwochenende anzutreten. Unterwegs sammelten wir dann noch Mario, Theresia und Simon auf, nachdem wir um Nonnweiler erst einmal staumäßig zum Entspannen auf heißem Asphalt gezwungen wurden und dabei auch Christian und Audrey verloren. Aber dank moderner Navi-Hilfsmittel fanden die beiden, wie Jonas und Dana auch, alleine den Weg zum Matschelsee, unserem Tauchplatz für den ersten Tag.

wacholderhainDa wir natürlich bei einem solch himmlichen Wetter nicht die einzigen dort waren, hieß es erst einmal ranfahren bis zum See, ausladen, Autos etwas weiter weg parken und dann gemütlich ausbreiten. Passenderweise machten uns kurz nach unserem Eintreffen die Taucher vom TSC SaarLorLux, die schon am Morgen ihre Prüfungstauchgänge dort absolvierten, Platz. So hatten wir einen ganzen Ecken für den restlichen Nachmittag für uns. Nachdem wir dort ein bis zwei Tauchgänge in doch noch recht frischen Wasser gemacht und zwischenzeitlich dem mitgebrachten Grillgut eingeheizt haben, fanden sich auch die letzten zwei, Angelika und Ralf, am Matschelsee ein. Das mitgebrachte Bier hatte zwar mittlerweile gute Kofferraumtemperatur und zum Versenken des Fässchens zum Kühlen im See war wohl auch die Lust auf Dekobier zu groß, so dass das warme Gebräu auch so seine Abnehmer fand.

Gegen abend gings dann zum Gasthaus Rappen in Willstätt-Hesselhurst, wo top Zimmer und leckeres Abendessen auf uns warteten. Das Tauchgerödel fand in der geräumigen Garage genügend Platz zum Trocknen und Peter kümmerte sich auch direkt um das Füllen unserer Tauchflaschen. Als dann auch noch Steffi, Moritz und Jakob eintrafen und es um die Zimmerverteilung ging, mussten wir dann doch feststellen, dass die Ab- und Zusagen zu diesem Tauchwochenende unseren Güni doch etwas überfordert hatten und somit zwei Schlafplätze fehlten. Aber wir wären nicht die Trierer Sporttaucher, wenn auch das nicht zu regeln gewesen wäre.

Am nächsten Morgen gings dann zum Baggersee nach Kork, wo wir uns gleich ein schattiges Plätzchen suchten. Leider hatte die Pflanzen- und Tierwelt wohl das Weite gesucht oder sich sonstwie arg reduziert. Jedenfalls hatten wir den See lebendiger in Erinnerung. Andrea, Theresia, Steffi und die Kinder zog es an diesem Tag nach Strasbourg (wenn man schon mal da unten ist) und wurden dort vor allem von der Gastfreundschaft und der Qualität der franz. Küche enttäuscht.

Abends stand dann Nachttauchen auf dem Programm, doch am Wacholderhain angekommen mussten wir feststellen, dass dort wohl seit kurzem Tauchen nach 20:00 untersagt ist. Also gings dann weiter zum Fohlengarten, aber bis auf Christian und Jonas waren alle doch schon arg demotiviert, zumal in der Ferne ein Blitz den Anschein erweckte, dass ein Gewitter aufzöge. Dem war letztendlich doch nicht so und die Nichttaucher machten sich den Spass, teilweise erfolglos den Stechmücken auszuweichen und dabei den zwei Unterwasserlampen hinterher zu schauen. Für reichlich fantasievolles Gespräch sorgte dann der Ausspruch kurz vor dem Abtauchen: Wir tauchen auf dem Rückweg 5m oberhalb des Hinwegs. (Zur Info: Der Weiher hat weitestgehend ca. 4m an Tiefe zu bieten)

matschelsee

Am letzten Tag wurde nach einem ausgiebigen Frühstück und dem Verstauen des Gepäcks erneut der Wacholderhain besucht. Dort fanden sich auch noch vier Taucher von der DLRG OG Idar-Oberstein ein, bei denen Mario seine Ausbildung zum Taucher macht. Nachdem bereits am Vortag teilweise schon von Eisweste auf Kopfhaube gewechselt wurde reichte es am Nachmittag sogar aus, ohne Handschuhe und wärmender Kopfbedeckung im 20 Grad warmen Wasser zu tauchen. Hier gab es dann auch genügend an Hechten, Karpfen und Barschen zu bestaunen und auch Jungfische gab es dank des ausreichenden Pfanzenbewuchses zahlreich.

Gegen 15:30 neigte sich unser verlängertes Antauchwochenende dem Ende zu und dank freier Autobahnen ging es dann auch flott wieder in Richtung Trier. Am Nordbad angekommen gab´s dann zwar zur Entäuschung aller kein Abschlussbierchen mehr (wer den Umsatz nicht mag, springt halt ungern über den Feierabendschatten), aber alles in allem war es ein super Antauchen bei strahlendem Sonnenschein, einem sehr harmonischen Haufen von Leuten, mit Übernachtung und Frühstück in einem klasse Hotel.